Wasser präziser einsetzen – trotz immer strenger werdender Auflagen

Wie ein norddeutscher Kartoffelbetrieb die Beregnungseffizienz mit Komet-Sprinklertechnologie und Fasterholt-Beregnungsmaschinen verbessert

12. Mai 2026

Wichtigste Ergebnisse

  • 99 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche über unterirdische Beregnungsinfrastruktur erschlossen

  • Bis zu 1.000 m Beregnung in einem einzigen Aufbau

  • Bis zu 7,8 Hektar pro Durchgang

  • Bis zu 3 Aufbauten weniger auf bestimmten Flächen

  • Verbesserte Beregnungsgleichmäßigkeit bei 78 m Wurfweite

  • Teil von geschätzten 734 Milliarden Litern globaler Wassereinsparungen, die durch Komet-Technologien im Jahr 2025 unterstützt wurden

In ganz Deutschland steht die Bewässerungslandwirtschaft unter wachsendem Druck. Verschärfte Wasservorschriften, begrenzte Genehmigungskontingente, kleinteilige Feldstrukturen und Arbeitskräftemangel zwingen Landwirte zunehmend dazu, nicht nur den Zugang zu Wasser zu überdenken – sondern auch, wie präzise und effizient es eingesetzt werden kann.

Für Landbau Tellmer, einen norddeutschen Ackerbaubetrieb mit Schwerpunkt auf Kartoffelproduktion, prägt diese Herausforderung bereits heute die Beregnungsstrategie der Zukunft. Seit den späten 1970er Jahren ist die Beregnung fest in die Infrastruktur des Betriebs integriert – rund 99 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind über dauerhaft verlegte unterirdische Rohrleitungen mit elektrischen Pumpen erschlossen. Dieses System unterstützt hochwertige Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben. Doch heute reicht Infrastruktur allein nicht mehr aus.

Wenn Wasserrechte zur eigentlichen Herausforderung werden

„Die größte Herausforderung bei der Beregnung heute ist nicht die Technologie, sondern die Wasserrechte“, sagt Florian Schröder von Landbau Tellmer. „Wir haben Wasserrechte für jedes Feld, aber sie reichen nicht aus, um alle Kulturen so intensiv zu beregnen, wie wir es gerne würden.“ Dies spiegelt eine wachsende Realität in der modernen Landwirtschaft wider: Beregnungserfolg wird zunehmend nicht dadurch bestimmt, ob Wasser verfügbar ist, sondern wie effizient es innerhalb strengerer ökologischer und regulatorischer Rahmenbedingungen eingesetzt werden kann.

Mehr Fläche beregnen – mit weniger Aufbauten

Um die betriebliche Effizienz zu verbessern, integrierte Landbau Tellmer Fasterholt-Beregnungsmaschinen in seinen bestehenden Schlauchtrommelfuhrpark. Dies ermöglicht die Beregnung längerer Feldabschnitte – bis zu 1.000 Meter – in einem einzigen Aufbau. Das Ergebnis: bis zu 7,8 Hektar pro Durchgang auf den durchschnittlich neun Hektar großen Schlägen des Betriebs, mit deutlich reduziertem Aufwand für Auf- und Umbau sowie geringerem Arbeitseinsatz. „Bei einer Feldlänge von 1.000 Metern können wir jetzt 7,8 Hektar in einem einzigen Aufbau beregnen“, so Schröder. „Da wir einige Schläge jetzt der Länge nach bewirtschaften, können wir in bestimmten Fällen sogar bis zu drei Aufbauten einsparen.“

Die Zahlen im Überblick

  • 1.000 m Beregnungslänge pro Aufbau

  • 7,8 ha pro Durchgang

  • 3 eingesparte Aufbauten auf einigen Schlägen

  • 78 m kritische Wurfweite der Sprinkler

  • 610.000+ global beregnete Hektar durch Komet im Jahr 2025

  • 734 Mrd. Liter geschätzte globale Wassereinsparungen

Warum Präzision unter verschärften Auflagen noch wichtiger wird

Da sich die Beregnungsfenster verengen – insbesondere rund um genehmigte Nachtberegnung, wenn Windgeschwindigkeiten und Temperaturen geringer sind – gewinnt die Applikationspräzision zunehmend an Bedeutung. Um die Leistung zu maximieren, standardisierte Landbau Tellmer die Komet-Sprinklertechnologie für seinen gesamten Beregnungsfuhrpark.

„Eine gleichmäßige Wasserverteilung über eine Wurfweite von 78 Metern ist für uns entscheidend“, erklärt Schröder. „Seit dem Wechsel zu Komet-Sprinklern haben wir eine verbesserte Beregnungsgleichmäßigkeit und eine geringere Windempfindlichkeit festgestellt.“ Durch die Verbesserung der Verteilungsgleichmäßigkeit und die Reduzierung von Windabdrift kann der Betrieb die Wassermengen besser einhalten und gleichzeitig agronomische Ergebnisse schützen.

Von Wasserzugang zu Wassereffizienz

Mit dem RainDancer-System hat Landbau Tellmer zudem die ausgebrachte Wassermenge pro Hektar reduziert und dabei eine gleichbleibende Ernteleistung aufrechterhalten – ein entscheidender Wandel, da Klimavariabilität und Wasserregulierung zunehmen.

„Da Wasserressourcen stärker reguliert werden und die Klimavariabilität zunimmt, muss sich der Fokus vom Zugang zu Wasser hin zur Effizienz seiner Ausbringung verlagern“, sagt Andree Groos, CEO von Komet. „Technologien, die die Verteilungsgleichmäßigkeit verbessern und Windabdrift reduzieren, werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, landwirtschaftliche Produktivität zu sichern und gleichzeitig Wasserressourcen zu schützen.“

Eine globale Herausforderung – gelöst durch Präzision

Diese Entwicklung ist kein deutsches Phänomen. Allein im Jahr 2025 unterstützten Komet-Beregnungstechnologien die Beregnung von mehr als 610.000 Hektar weltweit und trugen zu geschätzten 734 Milliarden Litern Wassereinsparungen durch verbesserte Applikationseffizienz bei. Für Betriebe wie Landbau Tellmer ist Beregnung längst nicht mehr nur ein Produktionsmittel – sie ist zunehmend ein strategischer Hebel, um Produktivität, Nachhaltigkeit und regulatorische Anforderungen in Einklang zu bringen. „Die Kombination aus Fasterholt-Maschinen, Komet-Sprinklern und dem RainDancer-System ist eine erhebliche Verbesserung und eine starke Ergänzung zur konventionellen Schlauchtrommelberegnung“, schlussfolgert Schröder.

Die Zukunft der Beregnung: Präzision unter Druck

Da die globale Landwirtschaft mit strengeren Vorschriften, Klimaunsicherheit und zunehmendem Wassermangel konfrontiert ist, gehört die Zukunft der Beregnung denjenigen Betrieben, die jeden genehmigten Tropfen durch intelligentere Infrastruktur, bessere Systemintegration und präzisere Applikation optimal nutzen können. Für Landbau Tellmer hat diese Zukunft bereits begonnen. Entdecken Sie, wie Komet-Präzisionsberegnungslösungen Landwirten helfen, die Wassereffizienz unter verschärften betrieblichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zu maximieren.